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Hoch hinaus ging es beim Fest der Kuh!




In einer brechend vollen Versteigerungshalle in Ried präsentierten die Züchter des FIH ihre schönsten Fleckviehkühe. Hoch hinaus ging es bei den Wurfakrobaten „The Freaks“, welche für ihre Showeinlagen mit tosendem Applaus vom begeisterten Publikum belohnt wurden. „Das einzigartige Konzept Kühe und Künstler abwechselnd im Ring auftreten zu lassen, ist einfach einmalig auf der Welt“, bestätigte Stefan Lindner, Obmann der ZAR.

Fleckvieh auf Champions league Niveau
Im Mittelpunkt standen beim Fest der Kuh die Kühe und die Züchter des FIH. Die hervorragenden Kühe wurden in 6 Gruppen vom sehr motivierten, aufstrebenden Preisrichter Markus Gruber, Jungzüchterobmann des RZO, gerichtet. Als passionierter Fleckviehzüchter blieb er seiner Linie vom Anfang bis zum Schluss treu. Kühe mit etwas mehr Substanz standen an der Spitze der Gruppen, wenn sie auch mit guten Eutern und Fundamenten überzeugen konnten. Alle Kühe wurden mit Unterstützung des Betreuungsteams auf Hochglanz gebracht, aber von den Züchtern selbst im Ring präsentiert. Die Jungzüchter zeigten in zwei Altersgruppen in einem Vorführwettbewerb ihr Können.
Bei den frisch melkenden Erstlingskühen gewann die genetisch sehr interessante, formatvolle Hurly–Tochter VOLINA vom Betrieb Damberger aus Gaspoltshofen. Den Gruppensieg bei den altmelkenden Jungkühen holte sich Bernhard Fischer aus Peuerbach mit seiner Reumut–Tochter IRMI. Am meisten überrascht war das Fachpublikum vor allem von der hohen Euterqualität der genetisch hornlosen Kühe. Der Sieg ging an die makellose Mahango–Tochter GOLDI vom Betrieb Huemer aus St. Georgen im Attergau. In der sehr starken Gruppe der Kühe mit 2 Abkalbungen sicherte sich der Jungübernehmer Harald Schlöglmann aus Diersbach mit seiner exzellenten Manigo–Tochter EDOR den Sieg. Bereits von Ausstellungen bekannte Kühe standen bei den weiteren Gruppen am Stockerl. In der Gruppe der Kühe mit 3 und 4 Abkalbungen wurde vom Preisrichter die mit ihrem hohen Euterboden bestechende, sehr jugendlich wirkende, Zauber–Tochter ERDE vom Betrieb Hofbauer, St. Radegund zur eindeutigen Siegerin auserwählt. Die Gruppe der Dauerleistungskühe mit 5 und mehr Abkalbungen beeindruckte mit kalibrigen Fleckviehkühen, welche sich alle einen Platz am Podest verdient hätten. Gewonnen hat die Imposium–Tochter VIVIEN vom Betrieb Schmid aus Waldzell.

Jungzüchter zeigten ihr Können
Nicht um das schönste Tier, sondern um die beste Vorführleistung ging es bei den Jungzüchtern. In der ersten Gruppe der Jungzüchter im Alter von 12 bis 19 Jahren gewann die erst 12-jährige, aber bereits sehr Schau erfahrene, Patricia Hauer aus Waldkirchen/Wesen vor Roman Steinmann aus Diersbach. Bei den Profis setzte sich Lukas Schmidseder, Enzenkirchen vor Alexander Hörmandinger, Bruck-Waasen an die Spitze.

Das Konzept Kühe und Künstler im Ring begeistert
Die Kombination von viel Musik, attraktiven Showeinlagen und hervorragenden Fleckviehkühen zu einer in dieser Form einzigartigen Rinderausstellung zog Besucher aus Nah und Fern nach Ried. Der Moderatorin Johanna Schachinger und den Künstlern gelang es hervorragend, das Publikum in die Präsentationen mit einzubeziehen. Das junge Showteam „The Freaks“ wurden für ihre akrobatischen Höchstleistungen und waghalsigen Sprünge durch die Lüfte mit tosendem Applaus belohnt. Aber auch die Gstanzln der Bandlkrama, die Stodertaler Gaudimandln, das Ensemble Uppercussion und natürlich auch die Schlangenfrau Maria Geschwandtner begeisterten das Publikum. Dieses Konzept soll unbedingt weiterverfolgt werden, bekam man bei den zahlreichen Gratulationen von den Besuchern wiederholt zu hören. Der Abend klang im Haus der Landwirtschaft aus. Wir bedanken uns bei allen Jungzüchterinnen und Jungzüchtern für ihre tatkräftige Unterstützung bei der Bewirtung ganz herzlich.


Dr. Josef Miesenberger