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Fleckvieh begeistert in Wels
Nach einer mehrjährigen Pause stand heuer im Rahmen der Herbstmesse in Wels bei der AgroTier die Landwirtschaft wieder im Mittelpunkt. Die mehrrassige Oö. Zuchtrinderausstellung war ein Publikumsmagnet. Vor allem von der Qualität der Fleckviehkühe waren die Züchter und der Preisrichter, Ernst Grabner aus Niederösterreich, richtig begeistert.

Imposante Stiere als Attraktion
Die bewährten Stierhälterfamilien Prammer aus Neumarkt i. M. und Kimberger aus St. Ulrich/Steyr präsentierten die Fleckvieh-Stiere WALSER (V: Waban), HOTSPOT (V: Hurrican), VANVIER (V:Vulcano) und WATUMBA (V: Washington). Alle vier Stiere sind im Eigentum der Oö. Besamungsstation GmbH. Die Stiere zeigten viel Format, eine gute Körpertiefe und Bemuskelung. Am besten gefiel dem Preisrichter der WABAN-Sohn WALSER, gezüchtet von Gerlinde und Helmut Kriechbaumer aus Königswiesen. Reservesieger wurde der Hurrican-Sohn HOTSPOT, gezüchtet von Heinz Peinbauer aus Oepping. Beide Stiere werden von Maria und Josef Kimberger bestens betreut.

Hervorragende Erstlingskühe
Von besonderer Qualität war die große Zahl der in drei Gruppen gerichteten Erstlingskühe. Der Preisrichter zeigte sich bereits von der ersten Gruppe sehr begeistert. Am Siegerpodest dominierten zwei EVERGREEN-Töchter. Die Siegerin, die mit ihrem sensationellen Euter brillierte, fand er in NAGEL von Monika Pendl, Laakirchen vom Rinderzuchtverband Vöcklabruck. Reservesiegerin wurde die harmonische, im optimalen Doppelnutzungstyp stehende, MUSCHERL (MV: Mandela) von Margit und Franz Steinmann, Diersbach, FIH.
Die zweite Gruppe fiel durch ihre Ausgeglichenheit und Typstärke auf. Aufgrund ihres langen Euterkörpers und ihres stabilen Fundaments konnte sich die REUMUT-Tochter IRMI von Wilhelmine Fischer aus Peuerbach, FIH, den ersten Platz sichern. Den zweiten Platz holte sich wegen den Vorzügen im Zentralband die extrem breite POLAROID-Tochter ECHO von Josef Schlöglmann, Diersbach, FIH.
Auch die dritte Gruppe der Erstlingskühe war sehr überzeugend: stark im Körper und mit hoher Euterqualität. An die Spitze der Gruppe setzte Grabner die im Rahmen und Körpertiefe überragende GS PANDORA-Tochter MODEIRA von Wolfgang Huemer aus St. Georgen im Attergau, RZV, vor der eleganten MINT-Tochter MONIKA von Heidemarie und Martin Günzinger aus St. Georgen/O., FIH.

Überragende Jungkuhchampions
Bei der Wahl der Gesamtsiegerin der Kühe mit einem Kalb war allen klar, dass die Entscheidung zwischen der Evergreen–Tochter Nagel und der Reumut–Tochter Irmi fallen wird. Letztendlich überzeugte den Preisrichter die Kuh Nagel vom Betrieb Pendl aus Laakirchen - mit ihrer Eleganz, ihrer Frische, ihrem sehr guten Fundament und vor allem mit ihrem Top-Euter. Ihr zur Seite als Reservesiegerin stellte der Preisrichter die REUMUT-Tochter IRMI vom Betrieb Fischer aus Peuerbach, FIH. Er strich ihre harmonische Erscheinung und ihre Ausgeglichenheit "vom Kopf bis zum Schwanz" hervor.

Fortschritt in der Hornloszucht unübersehbar
Die Zucht auf Hornlosigkeit hat, ausgehend von Deutschland, in den letzten Jahren auch bei Fleckvieh enorm an Bedeutung gewonnen. Vom FIH wurden 3 genetisch hornlose Kühe ausgestellt, die vor allem mit ihrer Leistungsbereitschaft und ihren exzellenten Eutern Werbung für die Zucht auf Hornlosigkeit sind. Den Fortschritt sieht man auch in der Tatsache, dass zwei der ausgestellten Kühe sogar reinerbig hornlos sind. Die vom Betrieb der Fachschule Otterbach ausgestellte Wischer-Tochter Annemarie PP* war bei den Zweitkalbskühen mit dem 2. Platz voll konkurrenzfähig. Auch der Betrieb Schmidseder aus Enzenkirchen beschäftigt sich schon länger mit der Zucht auf Hornlosigkeit. Seine Mupfel-Tochter Paola PP* wurde als dritte in der Gruppe der frischmelkenden Erstlingskühe platziert. Der Betrieb Karrer aus Mettmach präsentierte die Isario-Tochter Hanni P, mit einer enormen 100 Tage Leistung von über 4.000 kg Milch. Die Fortschritte in der Zucht auf Hornlosigkeit sind nicht zu übersehen. Es wird aber noch lange dauern, bis die genetisch hornlosen Kühe in der Mehrzahl auf einer Landesschau in Oberösterreich sein werden.

Leistungsstarke Fleckviehkühe
Die Fleckviehkühe konnten im Vergleich zu den spezialisierten Milchrassen vor allem auch in der Milchleistung voll mithalten. Die Gruppe der Kühe mit zwei Kälbern zeigte sich sehr einheitlich und überzeugte in ihrer Gesamtheit. Ernst Grabner entschied sich für die mittelrahmige, kompakte MANGAN-Tochter MAIGLOECKCHEN von Gerlinde und Franz Feichtlbauer aus Raab, FIH. Dahinter reihte er die genetisch hornlose ANNEMARIE PP* vom Landesgut Otterbach, FIH, an die zweite Stelle. Die rahmige WISCHER-Tochter bestach mit ihrem langen Euterkörper und mit der guten Euteraufhängung.
Schwierig war für Ernst Grabner die Entscheidung in der Gruppe der Kühe mit drei und vier Kälbern, weil die Gruppe extrem ausgeglichen war, aber auch, weil sich die Gruppe aus Kühen mit unterschiedlichen Laktationszahlen zusammensetzte. Der Preisrichter entschied sich für die mit einem perfekten Fundament ausgestattete WIPEG-Tochter HILDE von Gerda und Karl Reiter aus St. Thomas am Blasenstein, RZO, als Gruppensiegerin. Gruppenzweite wurde aufgrund der Textur ihres Euters und des hohen Euterbodens AURELIA, eine Kombination Waldbrand x Ettal, von Martin Steiner aus Hochburg-Ach, FIH.

Dauerleistungskühe der Stolz der Betriebe
Sehr beeindruckt war Preisrichter Grabner, wie frisch sich die fünf Dauerleistungskühe mit über 40.000 l Lebensleistung im Ring präsentierten. Die relativ knappe Entscheidung ging zugunsten der Imposium-Tochter VIVIEN von Margit und Franz Schmid aus Waldzell, FIH. Diese sehr frische Gruppen- und Eutersiegerin ist eine Sechskalbskuh, die mit ihrer Länge und Breite im Becken sowie der extremen Drüsigkeit im Euter zu gefallen wusste. Den Reservesieg erreichte die Kuh AFFI (V: Hermann) von Maria u. Josef Ott-Berger aus Aurolzmünster, FIH. Diese Bilderbuch-Fleckviehkuh beeindruckte vor allem durch ihr makelloses Exterieur.

Spannende Entscheidung zum Schluss
Zuletzt wurde der Fleckvieh-Champion gekürt. Dabei wurde es nochmals richtig spannend. Von den 6 für diese letzte Entscheidung in den Ring eimarschierten Kühen waren fünf vom FIH und eine vom RZO. Preisrichter Ernst Grabner betonte nochmals, welche beeindruckende Qualität in Wels gezeigt wurde. Für ihn war die absolute Top-Fleckvieh-Kuh des Tages die Wipeg-Tochter HILDE von Gerda und Karl Reiter aus Thomas/Bl., RZO. Über den mit ihrer Kuh MAIGLOECKCHEN (V: Mangan) erzielten Gesamtreservesieg freute sich der Betrieb Gerlinde und Franz Feichtlbauer aus Raab, FIH.
Wir gratulieren den Gewinnern, aber auch allen nicht ganz vorne platzierten Züchtern zu ihren hervorragenden Kühen. Bedanken möchten wir uns vor allem beim Betreuungsteam für den enormen Einsatz und beim RZO für die Organisation der Landesschau. Die Welser Landwirtschaftsmesse ist wieder dort wo sie hingehört. Dies meinten zumindest viele Rinderzüchter.
J.M.