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Leistungsabschluss Fleischrinder 2018

2018 nahmen aus OÖ insgesamt 113 (+ 4) Fleischrinderbetriebe mit 121 Zuchtherden und 1.230 (+ 13) Herdebuchkühen an der Fleischleistungsprüfung teil. Die Leistungsergebnisse 2018 der Fleischrinderzuchtbetriebe liegen im Österreichvergleich durchwegs im oberen Bereich. Mutterkuhhaltung mit spezieller Fleischrinderzucht in verschiedensten Produktionsformen wird auch in Zukunft seine Bedeutung haben. Die Leistungsprüfung stellt hierzu eine wichtige Grundlage zur Produktion von hochwertigen Zuchttieren dar.

Im Juli 2017 wurden erstmals von den Rassen Angus, Charolais, Blonde ´d Aquitaine, Fleckvieh Fleisch, Limousin und einigen Generhaltungsrassen Zuchtwerte veröffentlicht. Die Zuchtwertschätzung wird einmal jährlich, jeweils im Jänner, durchgeführt. Bisher waren für die Züchter nur Gebrauchskreuzungszuchtwerte (GKZ) verfügbar. Diese Zuchtwerte dienen nur zur Auswahl eines geeigneten Fleischrassestieres für die Gebrauchskreuzung. Die Zuchtwerte der Besamungs- und Natursprungstiere sind ab sofort in der Zuchtwertdatenbank www.zar.at abrufbar.

Der nachfolgende Bericht mit Tabellen gibt einen Überblick über die erreichten Fleisch-leistungsergebnisse der FIH Betriebe. Den gesamten Zuchtbericht finden sie im Anhang.

 

Hohe Tageszunahmen - FIH Betriebe zeigen wie es geht

Hervorragend, zum zweiten mal hintereinander, sind 2018 die Tageszunahmen der Rasse Charolais. Sowohl bei den 200 Tage-, als auch bei den 365 Tage Gewichten konnten die männlichen und weiblichen Tiere die erste Stelle erreichen. Sich ganz vorne behaupten konnte sich wiederum die Rasse Limousin. Bei den 365 Tage Gewichten der männlichen Tiere liegen die Werte mit Abstand an erster Stelle. Bei Angus liegen die Tageszunahmen in jeder Kategorie am zweiten Platz. Fleckvieh Fleisch rangiert in allen Kategorien an zweiter Stelle. Blonde d´ Aquitaine reiht sich im Mittelfeld ein. Bei den kleineren Nachkommens-gruppen der Rassen Aubrac und Salers, liegen Salers ganz vorne, Aubrac liegt hier an zweiter Stelle. Die 200 Tage Werte der Hochlandrinder sind an erster Stelle vertreten, ebenso Galloway männlich 365 Tage. Die neu hinzugekommenen Rassen Dexter und Wagyu reihen sich mit den Werten im Mittelfeld ein.

 

Zwischenkalbezeiten und Nutzungsdauer

Für eine wirtschaftliche Mutterkuhhaltung sind neben den Zuwachsleistungen auch die Zwischenkalbezeit sowie die Nutzungsdauer von maßgeblicher Bedeutung. Hier konnten die FIH-Züchter bei fast allen Rassen überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Bei der Zwischenkalbezeit liegt Angus, wie schon in den letzten Jahren, mit 361 Tagen voran. Hochlandrinder und Galloway nehmen jeweils Platz eins ein. Auch Fleckvieh mit 369 Tagen und Charolais mit 379 liegen im Spitzenfeld. Details können Sie der Tabelle entnehmen.

 

Körungen – hornlose Stiere sehr gefragt

2018 wurden insgesamt 138 Fleischrinderstiere von sieben verschiedenen Rassen angekört. Im Zuge der Hofkörungen wurden auch die Stiermütter und Herdebuchkühe auf den Betrieben beurteilt. Die Beurteilung der Stiere stellt für Züchter und Käufer eine wertvolle Unterstützung für Zucht- und Verkaufsentscheidungen dar. Im Inland sind vor allem die genetisch hornlosen Stiere über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus in der Zucht und Gebrauchskreuzung für den Natursprung gefragt.

 

In sieben verschiedene Länder exportiert

2018 wurden 335 Abstammungsnachweise ausgestellt. 126 Tiere konnten in sieben verschiedene Länder exportiert werden. Die meisten Tiere wurden nach Rumänien geliefert. Der Absatz erfolgte durch die sehr engagierten Züchter fast ausschließlich über die ab Hof Vermarktung.

 

Max Fruhstorfer

Leistungsabschluss_Fleischrinder FIH 2018