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Sehnsucht wächst

Zuchtrinderversteigerung in Ried am 9. Juni 2020

Kategorie

verkauft

Stück

Ø-Preis €

netto

Ø-Preis € netto

von – bis

       

Kalbinnen

15

1.623

1.400-1.900

Erstlingskühe

15

1.837

1.420-2.300

Stiere

1

1.850

1.850

Foto_HP

An die aktuelle Situation auf den Zuchtrinderversteigerungen wollen wir uns nicht gewöhnen. Bis vor wenigen Monaten waren die Zuchtrindermärkte nicht nur der Ort an dem Zuchtrinder den Besitzer wechselten, sondern auch ein Treffpunkt für Jung und Alt, Züchterinnen und Züchter. Derzeit heißt es noch immer Abstand halten, daran konnte auch die erstmalige Öffnung der Kantine bei der Versteigerung seit dem Lockdown nicht wirklich etwas ändern. Bei dem aktuell sehr klein gehaltenen, auf den Inlandsmarkt ausgerichtetem Angebot, fehlt es an Bauern, Besuchern, Stimmung und Kauflust. Die Sehnsucht an die gewohnte Situation von früher war bei den Mitgliedern und Mitarbeitern deutlich spürbar.

Auch wenn der Durchschnittspreis bei den Erstlingskühen mit € 1.837,-- durchaus beachtlich ist, muss zur Kenntnis genommen werden, dass die Preisvorstellungen der Käufer nicht immer Schritt halten mit den Preiserwartungen der Verkäufer. An der Qualität der Kühe hat es nicht gelegen, diese war hervorragend.

Bei den Kalbinnen ist das kleine Angebot auf der Versteigerung die logische Folge der Umlenkung der Vermarktung auf die ab Hof Exporte. Bei den trächtigen Kalbinnen ist für einen florierenden Absatz der Export unerlässlich. Die geneticAustria erwarb auf der Versteigerung Kalbinnen für den Export nach Irland. Das Vertrauen der Kunden aus den verschiedensten Ländern ist enorm. So wurden alleine im Mai und Juni 1.000 kleinträchtige Kalbinnen in Ried für Exporte in die verschiedensten Länder angekauft. Die Selektion erfolgte durch Mitarbeiter des FIH und durch die Exportfirmen, ohne dass die Kunden vor Ort waren. Dass diese Form der „kontaktlosen“ Vermarktung auch in dieser Phase funktioniert, ist alles andere als selbstverständlich. Diese Exporte tragen bzw. trugen in dieser Phase ganz wesentlich zur Entlastung des Inlandsmarktes bei Zucht- und Schlachtrindern bei. Sie helfen aber nicht unbedingt die Stimmung auf den Versteigerungen zu verbessern, da es an Besuchern fehlt, die Möglichkeit zum gegenseitigen Gedanken- und Erfahrungsaustausch kommt zu kurz. Für die notwendige Preissteigerung ist es aber unerlässlich, dass auch die Kunden wieder nach Österreich kommen können und bei der Versteigerung vor Ort sind.

Bei der Versteigerung am 21. Juli wird das Angebot erneut auf den Inlandsmarkt auszurichten sein, da wegen der zu heißen Temperaturen im Hochsommer Langstreckentransporte nicht möglich sind. Bei der Versteigerung am 25. August werden auch wieder Kalbinnen ab einer Trächtigkeit von
4 Monaten zugelassen, da ab diesem Zeitpunkt mit Ankäufen für Exporte im Herbst zu rechnen ist.

Erstlingskühe_2020-06-09
Kalbinnen_2020-06-09

Preisstatistik

Kategorie Ø-Preis Ø-Preis Ø-Preis Ø-Preis Ø-Preis Ø-Preis Ø-Preis Ø-Preis Ø-Preis Ø-Preis
  09.06.2020 05.05.2020 18.02.2020   14.01.2020   10.12.2019   05.11.2019   01.10.2019   20.08.2019   16.07.2019   04.06.2019  
Stiere € 1.850 € 1.850 € 2.105 € 10.629 € 1.883 € 3.950 € 1.850 € 2.244 € 1.980 € 1.900
Erstlingskühe € 1.837 € 1.855 € 2.007 € 1.921 € 1.805 € 1.926 € 1.891 € 1.781 € 1.873 € 1.786
Kalbinnen € 1.623 € 1.676 € 1.801 € 1.798 € 1.871 € 1.804 € 1.656 € 1.578 € 1.576 € 1.617
Zuchtkälber - - € 536 € 468 € 550 € 422 € 491 € 486 € 437 € 550

 

Die angegebenen Preise sind Nettopreise (€)

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